Brunsbüttel - Hetlingen
ETL 180
Bereits Anfang März 2024 ging die Energietransportleitung (ETL) 180 nach einer Bauzeit in Rekordgeschwindigkeit von zwölf Monaten in Betrieb. Damit schafft Gasunie als verantwortlicher Fernleitungsnetzbetreiber die Voraussetzungen dafür, dass LNG-Importe über neue Terminals zuverlässig an die deutsche und europäische Gas-Infrastruktur angeschlossen werden können und somit den deutschen Verbrauchern kurzfristig sicher zur Verfügung stehen. LNG, also verflüssigtes Erdgas, macht Deutschlands Energieversorgung in geostrategischer Perspektive unabhängig von einzelnen Lieferländern. Mit dem Bau der rund 55 Kilometer langen Energietransportleitung (ETL) 180 von Brunsbüttel nach Hetlingen haben wir die Voraussetzung geschaffen, das in Brunsbüttel angelandete LNG zu den Verbrauchsschwerpunkten in Deutschland zu transportieren.
Als letzte Phase dieses wichtigen Leitungsbauprojektes steht jetzt noch die Rekultivierung der Trasse an.
| Raumordnung | April 2018 bis Oktober 2019, die Raumordnerische Beurteilung weist Vorzugskorridor aus |
|---|---|
| Planfeststellung | Juli 2022: Planfeststellungsantrag eingereicht Oktober 2022: Erörterungstermin März 2023: Planfeststellungsbeschluss |
| Bau | Oktober 2022: Start bauvorbereitende Maßnahmen März 2023: Start der Baumaßnahmen März 2024: Inbetriebnahme |
| Rekultivierung | Voraussichtlicher Abschluss Rekultivierung Herbst 2026 |
Informationen zur Rekultivierung der Leitungstrasse
Anfang März 2024 war es soweit: Trotz schwieriger Rahmenbedingungen, vor allem aufgrund der Witterungsverhältnisse , konnte die ETL 180 nach nur einjähriger Bauzeit in Betrieb genommen werden. Seither konzentriert sich Gasunie auf die Rekultivierung der Flächen, die wir für die Verlegung unserer Leitung in Anspruch genommen haben.
Ende Oktober 2025 sind wir dabei mit den Arbeiten in die Winterpause gegangen. Ein Großteil der Flächen ist wiederhergestellt und befindet sich in landwirtschaftlicher Nutzung. Im Frühjahr 2026 werden wir die Arbeiten erneut aufnehmen. Wenn es soweit ist, informieren wir Sie kurzfristig auf unserer Projekt-Website.
Zeitraum ab Januar 2026
Aktuell sind die Arbeiten zur Rekultivierung noch nicht wieder gestartet.
Rückbau der Baustraßen: 97 Prozent
Drainage: 70 Prozent
Rekultivierung: 92 Prozent
Ihr Kontakt für Fragen zur Rekultivierung
Bei Fragen steht Ihnen unser örtliches Wegerechtsteam als Ansprechpartner zur Verfügung. Wenden Sie sich bitte hierzu an
Fa. aedes – Herrn Michael Stülcken
Tel. 0179 – 594 72 30
E-Mail m.stuelcken@aedes-re.de
Alternativ senden Sie uns bitte eine E-Mail an unser Funktionspostfach wegerecht-180@gasunie.de.
Wir sichern Ihnen eine kurzfristige Kontaktaufnahme zu und danken Ihnen für die bisherige gute Zusammenarbeit.
Wie wir im Rahmen der Rekultivierung vorgehen
Ziel der Rekultivierung ist es, dass die Flächen, die wir für die Verlegung unserer Leitung in Anspruch genommen haben, so schnell wie möglich wiederhergestellt und der landwirtschaftlichen Nutzung zugeführt werden. Dafür haben wir mit dem Amt für Planfeststellung Energie (AfPE) ein umfassendes, auf die Bodenverhältnisse vor Ort abgestimmtes Bodenschutzkonzept erarbeitet. So stellen wir sicher, dass sich übermäßige nachteilige Veränderungen der Flächen vermeiden lassen.
Aufgrund der von der Genehmigungsbehörde vorgegebenen engen Auflagen können die Arbeiten nur bei trockenem Wetter durchgeführt werden und sind damit abhängig vom Grad der Abtrocknung der Flächen und Böden. Nur so lässt sich ein optimierter Bauablauf in Bezug auf Fahrzeugbewegungen, Lasten, Drainagen und Erdarbeiten sicherstellen. Im Rahmen der Arbeiten werden alle Installationen zur Wasserhaltung zurückgebaut, überschüssiges Bodenmaterial abtransportiert, Drainagen wiederhergestellt und Baustraßen zurückgebaut.
Die Arbeiten werden intensiv durch ein bodenkundliches Expertenteam begleitet. Unser Rekultivierungskonzept ist auf der Homepage des Amtes für Planfeststellung Energie (AfPE) veröffentlicht und kann dort eingesehen werden.
Während der gesamten Phase der Rekultivierung stehen die Mitglieder des baubegleitenden Wegerechts-Teams weiterhin als Ansprechpartner zur Verfügung. Diese kennen zum Teil schon seit Jahren die Verhältnisse vor Ort und stehen in enger Verbindung zu den jeweiligen Grundeigentümern. Etwa zwei Wochen vor Start der Rekultivierungsarbeiten erhalten Grundeigentümer und Nutzungsberechtigte eine Information darüber, wann wir planen, mit den Arbeiten auf ihren Flächen zu beginnen. Um über den Umfang der jeweiligen Maßnahmen sowie das konkrete Vorgehen zu informieren, stimmen wir vor Beginn der Arbeiten zudem einen Ortstermin auf den betroffenen Flächen ab.
Ein wichtiger Hinweis
Gasunie weist darauf hin, dass der Arbeitsstreifen und insbesondere das Überfahren des Rohrgrabens ausdrücklich noch nicht freigegeben ist. Es handelt sich bis zum vollständigen Abschluss der Rekultivierungsarbeiten und der offiziellen Rückgabe der Flächen um einen Baustellenbereich, der in der Verantwortung des ausführenden Unternehmers liegt und für den ohne ausdrückliche Genehmigung ein Betretungs- und Befahrungsverbot im Sinne der gesetzlichen Vorschriften gilt. Gasunie bittet, diesen Hinweis unbedingt zu berücksichtigen.
| Leitungslänge | ca. 55 km |
| Rohrnennweite | 800 mm |
| Maximal zulässiger Betriebsdruck (MOP) | 84 bar |