Bützfleht - Deinste
ETL 179.200
Versorgungssicherheit braucht verlässliche Aufkommensquellen - hierzu zählen LNG-Importe. Das sind Gasmengen, die im verflüssigten Zustand via Spezialtanker von Übersee nach Deutschland kommen und hier in das nationale und europäische Erdgas-Verbundnetz eingespeist werden. Im Zusammenhang mit dem geplanten LNG-Terminal in Stade setzt Gasunie als zuständiger Fernleitungsnetzbetreiber diesen Netzanschluss um. Bereits Anfang 2024 wurde die Anbindungsleitung des schwimmenden LNG-Terminals auf dem Stader DOW-Gelände realisiert, eine rund drei Kilometer lange Leitung mit einem Durchmesser von 900 Millimetern steht bereit, Gasmengen aus der FSRU aufzunehmen (ETL 179.100). Die ETL 179.200, für die Gasunie den Antrag auf Planfeststellung beim zuständigen Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) eingereicht hat, stellt die Verbindung zwischen dem im Bau befindlichen landbasierten Stader LNG-Terminal und dem Bestandsnetz von Gasunie her.
| Start Baugrunduntersuchung | April 2022 |
| Machbarkeitsstudie / Trassenvorschlag | Juni 2022 |
| Einreichung Antrag Planfeststellung / Plangenehmigung | März 2025 |
| Beginn vorzeitiger Baumaßnahmen | Oktober 2025 |
| Genehmigung Planfeststellung / Plangenehmigung | März 2026 |
| Baubeginn | März 2026 |
| Technische Fertigstellung | November 2026 |
März 2026: Landesbergamt genehmigt Bau und Betrieb der ETL 179.200
Gasunie hält den Planfeststellungsbeschluss für die Energietransportleitung (ETL) 179.200 in den Händen. Jetzt darf die Leitung, die das zukünftige landbasierte LNG-Terminal in Stade an das Gasunie-Netz und somit die nordwesteuropäische Fernnetzinfrastruktur anbindet, gebaut werden. Die Genehmigung erteilte das niedersächsische Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie nach einem intensiven, rund einjährigen Prüfprozess.
Statement der Geschäftsführerin von Gasunie Deutschland Britta van Boven
„Alle Zeichen bei der ETL 179.200 stehen jetzt auf Bau – und das ist ein wichtiges Signal für die sichere Versorgung mit Energie in diesen unruhigen Zeiten. Deutschland ist auf die Einfuhr von Energie angewiesen, wobei der Import von LNG wesentlich zu einer breiten und belastbaren Basis für die Gasversorgung beiträgt. Mit der Infrastruktur, die wir jetzt bauen, schaffen wir ein leistungsstarkes, attraktives Marktumfeld für gasförmige Energieträger. Wir sorgen so dafür, dass Industrie und Privathaushalte in Deutschland auf eine bezahlbare, zuverlässige und CO2-arme Energieinfrastruktur zurückgreifen können. Schon heute schlagen wir damit den Pfad zur Klimaneutralität ein, denn die ETL 179.200 wird so gebaut, dass sie in Zukunft auch Wasserstoff transportieren kann. Damit stärken wir die Position Niedersachsens im Anspruch, Wasserstoffland Nummer Eins zu werden.
Jetzt heißt es „Trasse frei für unsere Baukolonnen.“ Auf diesen Tag haben wir uns seit Monaten gemeinsam mit den in einer Arbeitsgemeinschaft (ARGE) zusammengeschlossenen hochspezialisierten Unternehmen vorbereitet. Entlang der Trasse begegnet uns ein anspruchsvoller Baugrund und ein Umfeld, das uns bei der Verlegung der Leitung viel abverlangt. Aber mit der notwendigen Professionalität und Umsicht beim Vorgehen, werden wir auch dieses Projekt erfolgreich umsetzen.“
Oktober 2025: LBEG genehmigt erste vorbereitende Maßnahmen
Am 24. Oktober hat das LBEG grünes Licht für den vorzeitigen Beginn einiger Teilbaumaßnahmen bereits vor dem offiziellen Planfeststellungsbeschluss gegeben. Dadurch wird das Unternehmen in die Lage versetzt, schon jetzt mit ersten wichtigen Maßnahmen beginnen zu können. Dazu zählen zum Beispiel Kampfmittelsondierungen, die Durchführung von archäologischen Untersuchungen und der Bau von Rohrlagerplätzen. Damit verbunden sind erste wahrnehmbare Aktivitäten in der Öffentlichkeit wie der Einsatz von LKW-Transporten und Baumaschinen. Umwelt- und Naturschutzbelange werden jetzt schon bei allen anstehenden Bauarbeiten berücksichtigt. So enthält die Genehmigung klare Auflagen zum Gewässer-, Pflanzen- und Tierschutz.
Erteilt wird diese Genehmigung, um eine schnelle Umsetzung des Projekts zu unterstützen. Diese ist entscheidend für die sichere Gasversorgung in Deutschland.
Die Presseinformation des Landesbergamtes sowie weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.
| Betroffener Landkreis | Landkreis Stade |
| Gesamtlänge der Leitung | 17,9 km |
| Rohrnennweite | 900 mm |
| Maximal zulässiger Betriebsdruck (MOP) | 84 bar |
| Medium | Erdgas |
| Anzahl / Entfernungen Stationen | 3 / Durchschnittliche Entfernungen 6 - 11 km |
| Begleitkabel | Untertägiges Begleitkabel für Datenaustausch und Anlagensteuerung |
| Breite Schutzstreifen | (5 m beidseitig der Rohrachse) |
| Breite Arbeitstreifen | Regelarbeitsstreifenbreite 38 m |