ETL 182
Die Energietransportleitung (ETL) 182 sorgt künftig dafür, dass LNG, also Erdgas, das für den Überseetransport via Spezialschiff verflüssigt wurde, von den deutschen Importterminals Brunsbüttel und Stade aus in Richtung Süden zur neuen Verdichterstation Achim West transportiert werden kann und somit dem deutschen Markt zuverlässig zur Verfügung steht. Auf rund 87 km verbindet die Leitung mit einem Durchmesser von 1.400 mm die Netzpunkte „Elbe-Süd“ und „Achim“, sie führt auf diesem Weg durch mehrere Landkreise und Gemeinden. Die schnelle Umsetzung des Projektes ist entscheidend für die sichere Gasversorgung in Deutschland, die zukünftig aus zusätzlichen neuen Aufkommensquellen stammt. Diese Vielfalt macht unsere Energieversorgung weniger anfällig, daher kommt der Leitung ein hohes öffentliches Interesse zu.
8. Januar 2026: Planfeststellung für ETL 182 erteilt - Statement von Britta van Boven, Geschäftsführerein Gasunie Deutschland
„Gasunie hat grünes Licht für den Bau eines der größten Pipelineprojekte Deutschlands bekommen - ich freue mich über diesen wichtigen Meilenstein, auf den wir uns in den vergangenen Jahren intensiv vorbereitet haben. Jetzt können die Bagger rollen und wir werden mit unserer ganzen Energie und Professionalität daran arbeiten, die Leitung fristgerecht im Herbst 2027 in Betrieb nehmen zu können.
Die ETL 182 ist ein wichtiger Beitrag für die Diversifizierung der Versorgungsquellen. Gas aus LNG-Aufkommen stellt heute bereits eine der tragenden Säulen der deutschen Energieversorgung dar. So stärken wir die Unabhängigkeit Deutschlands, die sich durch die Fertigstellung der landbasierten Importterminals in Brunsbüttel und Stade noch erhöhen wird.
Mit unserer Investition schaffen wir ein hohes Maß an Energiesicherheit für Unternehmen in Deutschland und Nordwest-Europa, aber auch für die Bürgerinnen und Bürger. Und das mit einer nachhaltigen Perspektive, denn die Leitung ist auch für den Transport von Wasserstoff ausgelegt und wird damit in Zukunft auch einen Beitrag zur CO2-neutralen Energieversorgung leisten können. Nach einem rund einjährigen, intensiven Genehmigungsverfahren hat das Land Niedersachsen uns als Infrastrukturbetreiber die Genehmigung zum Bau und Betrieb der Leitung erteilt. Darin sehen wir einen hohen Vertrauensbeweis. In den letzten Monaten konnten wir bereits die wichtigsten Vorbereitungen auf der Trasse anstoßen, um jetzt unverzüglich starten zu können“.
Hier finden Sie die Presseinformation des niedersächsischen Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie vom 8. Januar 2026 zur erteilten Planfeststellung.
| Machbarkeitsstudie / Trassenvorschlag | Mai 2022 |
| Start Baugrunduntersuchungen | Februar 2024 |
| Raumordnung (Landesplanerische Feststellung mit Vorzugskorridor) | August 2023 bis Juli 2024 |
| Planfeststellungsantrag eingereicht | November 2024 |
| Beginn vorzeitiger Baumaßnahmen | August 2025 |
| Voraussichtlich Erhalt Planfeststellungsbeschluss | Dezember 2025 |
| Voraussichtlich Baubeginn | Januar 2026 |
| Voraussichtlich Inbetriebnahme | Dezember 2027 |
| Anschließend Rekultivierung | bis Ende 2028 |
| Betroffene Landkreise | Landkreis Stade, Landkreis Rotenburg (Wümme), Landkreis Verden |
| Nennweite / Durchmesser | 1.400 mm |
| Druckstufe | 84 bar |
| Gesamte Trassenlänge | 87 km |
| Transportmedium | Erdgas |
| Rohrüberdeckung | Mindestens 1,0 m über Rohrscheitel gemäß DVGW Arbeitsblatt G 463 (A) |
| Oberirdische Anlagen | Insgesamt 6 Stationen, durchschnittliche Entfernung 12,4 km Leitungszubehör: Markierungspfähle |
| Begleitkabel | Untertägig mitverlegtes Begleitkabel für Datenaustausch und Anlagensteuerung |
| Breite Schutzstreifen | 12 m (6 m beidseitig der Rohrachse) |
| Breite Regel-Arbeitsstreifen | 42 m |